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PAYDAY – The Heist Wolfpack: Lohnt der DLC?

Treffen sich ein Coop-, ein Survival-, ein First Person Shooter- Spieler und ein Taktiker.
Heraus kommt ein unschlagbares Quartett für den Überaschungstitel der letzten Jahre: Payday: The Heist.

Alles drin, im 10 Euro DLC? 

Neben Non Stop-Action, einem einzigartigem (und auch oft sehr verwirrenden) Klassen,- und Levelsystem gibt es athmosphärisch dicht inszenierte “Heists” mit einer vielzahl an freischaltbaren Waffen und Gadgets. Durch die freie und nicht geskriptete KI spielt sich jeder Heist, jedesmal unterschiedlich.
Vom Banküberfall bis hin zum Diamantenraub ist alles vertreten – doch die Community schrie und bettelte nach neuem Content für Payday: The Heist.

Neben dem erst kurz erschienenem DLC “No Mercy”, in dem Overkill Software mit VALVE die Entstehung des “Left 4 Dead” Virus erklärte und veranschaulichte, brachte man nun das sogenannte “Wolf Pack” auf den Steam-Marktplatz. Zum Preis von gut 10 Euro, den Overkill für den DLC verlangt, war ich allerdings Anfangs sehr kritisch  eingestellt.
Aber: Payday hat mich aber eines besseren belehrt …

 

“On my mark: 3 – 2 – 1- Action!”

Kommen wir zu der wichtigsten Neuerung, die der DLC mit sich bringt: Die neue Klasse, die den einfachen und langweiligen Namen “Technician” trägt. Für all diejenigen unter euch die das Klassensystem in Payday noch nicht kennen oder auch noch nicht richtig umrissen haben (ja, ich gebe zu – auch bei mir hat es länger gedauert) sei gesagt: Es gab bisher drei verschiedene Klassen: Assault, Sharpshooter und den Support. Man kann jede einzelne Klasse im Hauptemnü einsehen.

Im sogenannten “Upgrade Tree” kann man beliebig den Status, den man selbst bei jeder Klasse erreicht hat, einsehen. So ist z.B. einfach zu erkennen, was als nächstes freigeschalten wird. Ebenso von Vorteil: Man kann sich persönlich besser einschätzen, hat man Z.B. in der Support Klasse mehr freigeschalten, so sollte man sich in den Heists hauptsächlich auch auf das Supporten beschränken.

Das Klassen System, ist wie Anfangs schon erwähnt ein bisschen verwirrend. So kann man vor einem Heist keine Klasse auswählen, sondern man “upgraded” alle Klassen im Spielverlauf, je nachdem wie man den jeweiligen Heist spielt. Anschließend schaltet man schließlich neue Waffen, Perks und neues Equipment frei. Im DLC sind für die “Technican” Klasse folgende Waffen enthalten, die Ihr nach und nach freischalten könnt:
Stryk Auto Handgun, AK Assault Rifle, GL 40 Grenade Launcher und die Sentry Gun – letztere bringt Spiel und Spaß – fast so gut wie ein Überraschungsei.

Je nachdem, mit welchem Level man den DLC startet, braucht man zwischen 10-20 Stunden um alles freizuschalten. Genug Content also…

Die Essenz des Überraschungseis

Insgesamt geben die neuen Waffen und das neue Equipment genug her, um sich nahtlos in die Reihe der bisher vorhandenen Waffen & Items einzuordnen. Die AK z.B. ist sehr durchschlagskräftig und sowhohl für den Nahkampf als auch für den Fernkampf sehr gut geeignet. Der Granatwerfer tut sein übriges: Gegen Cloaker, Boomer und Taser Cops gibts nichts effektiveres.
Mein Tipp: Spielt man im Team sollte einer eurer Teamkollegen oder Ihr selber eine Ammo Bag für die GL 40 mitnehmen. Dann entfaltet auch diese Ihre volle Pracht.

Die größte Neuerung aber bleibt die Sentry Gun. Sie spielt sich fast so wie ein fünftes Team Mitglied. Geht es in den richtig schweren Heists mal zur sache (No Mercy, Bridge, Undercover), weiss man der Wert des neuen Mitglieds sehr zu schätzen. Auch in langen Phasen, in denen man mal warten muss (sei es Hacken oder Bohren), gibt die Sentry Gun stehts einen sexy Begleitschutz ab. Sehr coole Idee also, Overkill!

“Aber, ich will doch nur…”

Nun zu den neuen Maps: Undercover und Counterfeit. Undercover ist die weitaus Action-lastigere Map, in der ein Deal über IRS Informationen schief geht. Teamplay steht hier im Vordergrund, da ihr zig Polizeiwellen abwehren müsst und nebenbei nicht ganz unstressige Aufgaben lösen solltet … Das ganze spielt sich in einem alten Gebäude ab, dessen engen Gänge und Räume nicht unbedingt viel Freiraum für Spielereien lassen.

In Counterfeit geht es (je nach Spielweise) ein bisschen ruhiger zur Sache. Ihr müsst zwei Häuser inflitrieren, dessen Keller ein dunkles Geheimnis birgt … mehr sei nicht gesagt. Die Karte ist mit der Nachbarschaft und den zwei größeren begehbaren Häusern weitaus größer als Undercover.

Definitiv ist Counterfeit meine favourisierte Mission des DLC’s, da sie viel Freiraum zum taktieren lässt und sich laut Entwickler auch komplett ohne das Töten von Polizisten lösen lässt. Wie? Das weiss ich selber noch nicht – ich hoffe aber, die Community findet bald mehr darüber heraus.
Overkill Software lässt außerdem alle Spieler, die den DLC nicht besitzen, an den neuen Maps teilhaben, was ich für eine sehr gute Lösung halte. Weiter so!

Oh nein, es tut gut!

Das “Wolfpack” ist also eine sehr sinnvolle Erweiterung für Payday: The Heist. Der neue Content macht Spaß, ist gut durchdacht und liefert mit Counterfeit eine der Highlightmaps des bisherigen Spiels ab. Einzig und allein über den Preis von 10 Euro kann man sich streiten.
Als Payday Fan kommt man sicherlich nicht drum rum. Als normaler “Casual-Payday-Gamer”, denen man sowieso die Möglichkeit gibt, die neuen Maps zu spielen, wird man sich die Anschaffung sicherlich zwei mal überlegen müssen.

Overkill hätte sich außerdem noch etwas zum Klassensystem überlegen müssen, da dieses immer noch sehr unübersichtlich dargestellt wird. Ich hoffe doch, man nimmt sich diese Kritik noch zu Herzen.

Im DLC Zeitalter zählt das “Wolfpack” aber sicherlich zu den bisher besten Anschaffungen der letzten Zeit.

Over and out!

 

Mehr Infos zu PAYDAY: The Heist – Wolfpack DLC 
http://store.steampowered.com/app/207815/
http://www.overkillsoftware.com/

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