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Orcish Inn: Hol mir mal ’ne Flasche Bier!

Das lustig anmutende, in Pixelart gestaltete Indie Game Orcish Inn des Entwickler Steven Colling verfolgen wir bei Gamebolds schon seit einiger Zeit. Nun wurde am 8. Januar die Pre-Alpha Version des Spiels für die Presse released, um mit Hilfe von aktiven Spielern diverse Fehler auszumerzen und an den Features zu arbeiten. Natürlich haben wir uns das nicht entgehen lassen, einen Blick in das Leben eines Orks und seiner Taverne zu werfen.

In der Pre-Alpha Version startet unser Ork schon mit einer kleinen Taverne, welche aber noch geschlossen ist. Erst sollte doch das Tutorial bewältigt werden, um die zahlreichen Features des Games zu erklären. Einfach Sachen einkaufen und in den Braukessel werfen ist nicht. Zunächst sollte der Ork die Basics der Landwirtschaft und des Ressourcenabbaus verstehen.

Dazu stehen ihm eine Menge Werkzeuge zur Verfügung. Eine Schaufel, um das Gelände fruchtbar zu machen und um Bauwerke zu errichten. Zudem eine mächtige Axt zum Abreißen von Strukturen, Holzfällen und Schürfen. Neben dem Großwerkzeug gibt es noch ein Saatgutmenü in welchem Samen für Getreide, Hopfen und geschmacksintensive Pflanzen verwaltet werden, einen Eimer zum Wassertransport und einen Beutel mit diversen Verbrauchsgegenständen und geernteter Ware. Besonders lustig ist die Angel, denn diese schafft nicht nur leckeren Fisch und mysteriöse Schatztruhen aus den morastigen Tümpeln heran, sie füllt auch noch die Stamina des Orks auf.

Orcish Inn III

Ein Schwierigkeitsgrad beim Errichten der orkischen Taverne ist nämlich, dass unser Braumeister auch Hunger bekommen kann und ihm nach einiger Zeit die Puste ausgeht. So sollte bei den Aufgaben immer darauf geachtet werden, genug zu essen und bei Bedarf ein Nickerchen zu machen oder beim Angeln zu entspannen. Verpennt der Spieler diese Regenerationszeiten wacht er benommen in seinem Bett wieder auf und 10% des Geldes im Inventar sind futsch! Ein vermeidbares Ärgernis also.

Zunächst geht es einfach los, etwas Gerste und Hopfen soll angepflanzt werden, um die ersten Liter des Lebenssaftes herzustellen. Für das Saatgut gibt es einen fahrenden Händler, der jeden Tag um die Mittagszeit auftaucht und seine Waren feil bietet.

Grundzutaten für das Bier wie Hefe bekommt man ausschließlich bei diesem Händler! Ist das Land gepflügt, die Pflänzchen eingesetzt und der Ork bei guter Verfassung geht es nun ans Kernelement in Orcish Inn: Dem Bierbrauen!

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Doch der geneigte Ork-Schankwirt sollte seinen Gästen nicht nur Oettinger vorsetzen, auch wenn es manchen Orks wohl trotzdem schmeckt. Zu Besuch in die Taverne kommen diverse Ork-Stämme und da hat jeder seine eigenen Vorlieben, was in den Gerstensaft kommen soll. Die einen mögen es dunkel und bitter, die anderen hell und mit Geschmacksverstärkern.

Erfüllt das gebraute Bier und die Gemütlichkeit des Gastraums die Bedürfnisse der Gäste, steigen die Einnahmen und das Ansehen. Mit den Reputations-Punkten können dann Verbesserungen eingekauft werden, z.B. eine stärkere Axt oder ein schnellerer Braukessel.

Im Spiel wird es aber immer schwieriger, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Zum Beispiel haben Waren verschiedene Qualitätsstufen von 0 bis 6 Sternen und je nachdem wie qualitativ verarbeitet wird, kommt auch ein hoch- oder niedrigsterniges Produkt dabei heraus.

Weiterhin ist die Landschaft unterschiedlich geprägt, mal ist der Boden feuchter, mal nährstoffhaltiger, das ist wichtig, wenn man sein Saatgut optimal ausbringen will. Noch dazu kommen Jahreszeiten, in welchen die eine Pflanze besser wächst und die andere schlechter. Im Winter ist Sense, bis dahin sollte der Bierbrauvorrat gut gefüllt sein.

Orcish Inn VI

Wer mit dem Tavernenbetrieb noch nicht überfordert ist, kann sich den Quests widmen, die der fahrende Händler, eine Orkschamanin im Sumpf oder die Gäste bereithalten. Bisher bestehen diese hauptsächlich aus „pflanze mir Pflanze X an und bring sie mir“ oder „ich will Essen mit 2 Sternen“. Trotzdem ist man damit ganz schön beschäftigt.

Orcish Inn lässt sich trotz Pre-Alpha fehlerfrei spielen, kein Absturz, keine Bugs. Obwohl die Grafik minimalistisch ist und eher an ein Gameboy-Spiel erinnert, kann das Game schon einige Stunden fesseln. Eine Mischung aus Harvest Moon und einer Bierbrauerei ist schon eine tolle Sache, ob dieses Spielprinzip aber eine Masse an Spielern begeistern kann, ist fraglich. Schade ist, dass das Gebiet etwas klein ist, eine schöne, große Taverne mit mehreren Braukellern daneben lässt sich schwer verwirklichen, sonst ist kein Platz mehr für Felder. Auch das Auffüllen der Vorratskisten und Wasserbehälter ist anstrengend, trotz Weiterleitungssystemen. Wer sich auch einmal wie ein Ork-Schankmeister fühlen möchte, kann die Pre-Alpha ab 15. Januar gratis auf der offiziellen Seite zum Game herunterladen.

 

Potential: Gut

Getestet für: PC

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