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Bugisoft und das Assassin’s Creed Unity Desaster (MEMEs inside)

AC creed erwartungenEs war für den französischen Publisher fast zu schön um wahr zu sein. Mit dem Assassin’s Creed Franchise haben die Jungs und Mädels von Ubisoft einen richtigen Goldesel erschaffen. Da man selbst als Aktiengesellschaft fungiert ist jede Gelddruckmaschine im Haus natürlich sehr gerne gesehen, da dies saftige Renditen verspricht.

Das ging soweit, dass der jährliche und branchenübliche Erscheinungsrhythmus solch großer Franchises verkürzt wurde. So erschien zeitgleich mit Assassin’s Creed Unity auch AC Rogue. Man kann es zwar so hindrehen, dass das eine für die aktuellen Konsolen sein soll und das andere für die vorherige Konsolengeneration, allerdings hörte man aus Unternehmerkreisen, dass Ubisoft mit einem kürzeren Erscheinungstermin der Assassin’s Creed Reihe liebäugelt.

 

Assassins creed meme

Quelle: Memecenter

Pleiten, Pech und Pannen

Doch es ist wie so oft im Geschäftsleben: Überall wo viel Geld drinnensteckt lauern auch Gefahren. So hat sich Ubisoft in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Seit Beginn von Uplay zwickt der Dienst hier und da, der Multiplayer-Modus von Far Cry 3 ging zu Beginn nicht und auch der Watch_Dogs Release lief nicht ohne Pannen vonstatten. Der Publisher war mit den ersten Reviews nicht ganz so zufrieden und hat sich deshalb ein wenig beleidigt gezeigt. Auch waren die Spieler nicht sonderlich von den vielen kleineren Bugs und Glitches angetan.

Diese, aus Sicht von Ubisoft, ungerechtfertigten Kritiken führten wohl dazu, dass bei Assassin’s Creed Unity Reviews ein strenges Embargo bis 12h nach dem Verkaufsstart herrschte. Dies hatte zur Folge, dass die Käufer nicht rechtzeitig über die verbuggte Auslieferungsversion gewarnt hätten werden können.

unity meme

So zeigten sich viele Spieler äußerst enttäuscht über die mal wieder unzureichende Qualität eines Vollpreistitels aus dem Hause Ubisoft, weshalb das Wortspiel Bugisoft derzeit in den Foren und sozialen Medien seine Runden dreht.

Bugs, Glitches und fallende Aktienkurse

Bis heute kursieren zahlreiche Videos und Bilder im Netz, die das Bug- und Glitchfestival festhalten und durchaus amüsant sind. Manche sind allerdings schon wegen Urheberrechtsansprüchen entfernt worden – Nachtigall ick hör dir trapsen.

Bürger verschwinden in Mauern, Arno selbst fliegt durch den Boden und manchmal verschwinden Leute auf mysteriöse Weise in den weiten der Engine.

Der Shitstorm, der durch die Bugs und Glitches ausgelöst wurde, verunsicherte auch die Börse, weshalb die Ubisoft-Aktie nach Release von AC Unity um bis zu 8,29% gefallen ist und sich bis heute nicht erholt hat.

Reaktionen und Gegenmaßnahmen

unity fly

Ich bin dann mal weg

Da nicht nur Bugs und Glitches das Spielvergnügen stören, sondern die Konsumenten auch von Framerateeinbrüchen, langen Ladezeiten und einer generell schwachen Performance gequält werden, versucht Ubisoft derzeit Abhilfe zu schaffen.

Seit gestern ist ein Live-Blog online, der zeigen soll, an welchen Bugs derzeit gearbeitet wird. Allerdings gab es schon knapp 24 Stunden kein neues Update mehr. Hier muss Ubisoft aufpassen, dass sie nicht in die gleiche Kommunikationspolitik verfällt, wie sie beispielsweise die DayZ-Standalone zu Beginn ihrer Entwicklung eindrucksvoll vorgelebt hat.

Derzeit wird an den schlimmste Bugs gearbeitet: Arno fällt durch den Boden, das Spiel stürzt bei Koop-Sessions generell ab und an der Verzögerung zwischen Menü und Spielstart wird sich ebenso angenommen.

assassins creed unity meme

Während sich Ubisoft nur mäßig einsichtig zeigt bei der Embargo-Thematik, haben sich Kollegen der Presse schon Gedanken über diesen Sachverhalt gemacht. Die große englischsprachige Gaming-Seite Kotaku hat beispielsweise angekündigt, dass sie kein Embargo mehr akzeptieren werde, das an oder nach dem Release-Datum angesetzt ist.

Sauer stoß den Medienvertretern auch der Umstand auf, dass in der Review-Version kein Anzeichen von Mikrotransaktionen zu sehen war und man in der vollständigen Version sich via Echtgeld Upgrades kaufen konnte.

Ubisoft verspricht in Zukunft zu versuchen, durch Open-Beta-Phasen und ähnliche Mittel solche Desaster zu verhindern und den Journalisten bessere Einblicke zu gewähren. Ob das nicht nur hohle PR-Phrasen sind, wird sich zeigen.

Da können wir von Gamebolds ja fast dankbar sein, dass wir aus uns noch nicht dargelegten Gründen kein Review-Exemplar erhalten haben.

 

Au revoir!

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Küss mich, ich bin ein Franzose

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